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Der russische Rechtsanwalt F.N. Plewako

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Eine gute Rede des Verteidigers ist eine groβe Kunst. Unter den bekannten russischen Rechtsanwälten nimmt Fjodor Nikiforowitsch Plewako einen besonderen Platz ein.

F.N. Plewako wurde am 13. April 1843 in der Familie eines Zollbeamten geboren. Seine Mutter eine Leibeigene, deshalb waren Fjodors Kindheit und Jugend nicht leicht. Im Alter von 6 Jahren konnte der begabte Junge schon alles lesen, was ihm gefiel.

1859 hatte er das Gymnasium beendet und wurde Student der juristischen Fakultät der Moskauer Universität. Während seines Studiums musste er für den Unterhalt sich und für seine Mutter und Schwester sorgen.

Nach dem Studium 1864 war er zuerst 1,5 Jahre als Sekretär im Moskauer Kriegsgericht tätig. Seine ersten Reden im reformierten Gericht klangen jugendlich und deutlich, sie verkündeten die Wahrheit – und das bildete ein Fundament dafür, dass sein Name bald überallbekannt wurde.

Sein Ruhm eines wunderbaren Gerichtsredners ist unmittelbar mit der Gerichtsreform 1864 verbunden, die zur Entwicklung der russischen Schule der gerichtlichen Redekunst führte.

Hier geht es nicht nur um ihre ästhetische Seite. Die gesamte Tätigkeit eines Gerichtsredners ist die Tätigkeit eines Kämpfers. Das ist ein ewiges Turnier vor Justitia, dieser hochmütigen Dame mit den verbundenen Augen.

F.N. Plewako war einer der wenigen Rechtsanwälte, die die Grundlage für die Entwicklung der russischen gerichtlichen Redekunst geschaffen haben. Der Inhalt der Gerichtsrede, alle Argumente, die der Rechtsanwalt heranzieht, sind für das Schicksal seines Mandanten von äuβerst groβer Bedeutung. Seine Reden waren erregt und hinreiβend; er beherrschte perfekt Pathos und Ironie, konnte treffend charakterisieren und scheute nicht vor der psychologischen Analyse zurück. Seine Reden waren nie eintönig. Die Hauptkraft seiner Redekunst bestand in seiner Fähigkeit, die Gefühle der Hörer zu beeinflussen. Die ungewöhnliche Kraft seiner Worte besaβ die Macht, alles zu vernichten, was auf seinem Wege stand. Man verglich seine Reden mit einem Wasserfall. Er sprach frei und überzeugend, mit einer kraftvollen, gut eingesetzten Stimme. Seine flieβenden, schönen, logischen Übergänge wirkten bezaubernd.

Der Ruhm kam zu ihm aus den Gerichtssälen, die von einem neugierigen Publikum überfüllt waren (viele Menschen kamen, um wenigstens einmal eine Rede von Plewako zu hören), aus den Publikationen in der Presse und, natürlich, aus dem Volksgerede über den russischen Goldredner.

Der Ruf eines Redners wurde im Volke jetzt immer mit dem Namen von Plewako identifiziert. Mit seinem Namen verband man die Vorstellung von einem guten Rechtsanwalt, dem man sein Schicksal anvertrauen konnte.

Er war ein richtiger Kämpfer. Man erinnere nur an einige der Prozesse, wo seine Reden den Mandanten Erfolg gebracht haben. Das waren Prozesse gegen die Brüder Bostrem (1874), gegen die Studentin Katschka (1880), gegen die Ehegatten Samjatin (1882), gegen die Arbeiter von der Fabrik “Nowaja Mysa” (1906) u.a.

Seinen jungen Kollegen hat F.N. Plewako immer eingeredet, ein Rechtsanwalt solle vor allem über moralische Sauberheit verfügen und in allem wahrheitsliebend sein. Diese Eigenschaften waren für die ersten russischen Rechtsanwälte kennzeichnend: Plewako, Urussow, Spassowitsch, Arsenjew u.a. In dieser Zeit erhöhte sich auch die Rolle und die Autorität der russischen Staatsanwaltschaft.

Texterläuterungen

1. für den Unterhalt sorgen - обеспечивать материально

2. 1, 5 Jahre – lies: anderthalb Jahre

3. … war einer der wenigen - … был один из немногих адвокатов

Rechtsanwälte

4. von äuβerst groβer Bedeutung - чрезвычайно важное значение

5. die Gefühle der Hörer beeinflussen - оказывать влияние на чувства

слушателей

6. Wasserfall m - водопад

7. mit einer kraftvollen, gut - сильным, хорошо поставленным

eingesetzten Stimme голосом

8. wenigstens - хотя бы; по крайней мере

9. Volksgerede n - народная молва

10. … Man erinnere nur an einige - следует напомнить только о

der Prozesse некоторых из процессов

Übungen

2. Antworten Sie auf die Fragen zum Text.

1. Wann wurde F.N. Plewako geboren?

2. Was war sein Vater?

3. Wo hat er studiert?

4. Wo war er danach tätig?

5. Womit ist das Jahr 1864 im russischen Gerichtswesen verbunden?

6. Wie waren die Reden von Plewako? Worin bestand die Hauptkraft seiner Redekunst?

7. Was hat Plewako seinen jungen Kollegen immer eingeredet?

8. Warum ist eine gute Rede des Verteidigers sehr wichtig?

 

3. Um welche Eigenschaften eines Juristen geht es im Text?

4. Sammeln Sie in Einzelarbeit Vokabeln und Passagen aus dem Text, die die Redekunst von Plewako beschreiben.

Tragen Sie diese dann im Unterricht an der Tafel zusammen.

 

5. Sprechen Sie über Plewako als einen berühmten russischen Rechtsanwalt.

6. Wie ist Ihre Vorstellung von einem guten Gerichtsredner?

 

Text С

1. Lesen Sie den Text. Geben Sie den Inhalt des Textes in deutscher Sprache wieder.


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